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EnBau: Modellprojekte "Energieoptimierter Neubau"
Wird der gesamte Energieverbrauch von heutigen Bürogebäuden primärenergetisch betrachtet, dann macht der Elektroenergieverbrauch für Lüftung (15%), Beleuchtung (27%) und Nutzung (33%) sowie der Energieeinsatz für aktive Kühlung (11%) einen hohen Anteil am Gesamtenergieverbrauch aus. Zunehmende Dämmmaßnahmen im Zuge der Energie-Einsparverordnung (EnEV) verstärken die Bedeutung des Stromverbrauchs in der Gesamtbilanz. Da die Energiesparpotenziale besonders in den Bereichen Lüftungs-, Klima- und Beleuchtungstechnik liegen, können optimierte oder sogar passive Kühlkonzepte den elektrischen Energieverbrauch und damit den Primärenergiebedarf deutlich senken.
Heute sind energieoptimierte Gebäude realisierbar, die einen vergleichsweise geringen Heiz- und Kühlbedarf haben. In diesen Gebäuden lässt sich auch ohne aufwändige Gebäudetechnik ein angenehmes Innenklima einstellen. Möglich wird dies erst mit der Kombination sorgfältig aufeinander abgestimmter Maßnahmen mit folgenden Grundelementen: Sehr guter Wärme- und Sonnenschutz, ausreichende thermische Gebäudespeicherkapazität, luftdichte Gebäudehülle in Verbindung mit einer Hygienelüftung und Wärmerückgewinnung.
Im Forschungsbereich EnBau werden energetisch hocheffiziente Gebäude entwickelt und erforscht. Zumeist sind es Büro- und Verwaltungsgebäude sowie öffentliche und gewerbliche Bauten, die bereits auf Basis eines durchdachten Entwurfs und bauphysikalischer Qualitäten gute Voraussetzungen für Komfort mitbringen – hoher thermischer und visueller Komfort lässt sich mit einer reduzierten, schlanken Gebäudetechnik erreichen. Architektur, Bausystem, Baukonstruktion und Gebäudetechnik werden dabei so perfekt aufeinander abgestimmt, dass ein möglichst geringer Energiebedarf für Heizung, Kühlung und Beleuchtung erreicht wird. Herausragendes Merkmal ist der nunmehr mögliche Verzicht auf Kältemaschinen zu Gunsten der so genannten „passiven Kühlung“.
Voraussetzung zur Teilnahme an »EnBau«: Der Heizwärmebedarf der Gebäude darf 20 kWh/m²a nicht übersteigen und der gesamte Primärenergieaufwand für Heizung, Licht, Lüftung und Klima muss unter 75 kWh/m²a liegen (bezogen auf die Nettogrundfläche) bzw. das Gebäude muss die Anforderungen für das Referenzgebäude nach EnEV 07 um mindestens 50% unterschreiten.
EnBau Projekte:
Gebäude mit spezieller Nutzung
Der 1. Preis des internationalen Wettbewerbs "Solar Decathlon" um das attraktivste und energieeffizienteste Solar-Haus ging 2007 nach Deutschland. Die Wettbewerbsvorgaben fordern vollständig energieautarke Gebäude und limitieren zudem die Grundfläche des Hauses auf 75 m². Der Prototyp ist gespickt mit neuen Technologien und Konzepten: Vakuumdämmung (VIP), thermoaktive Bauteilsysteme mit Phase Change Materials (PCM), in die Fassade und das Dach integrierte Solarstromerzeugung (PV) und vieles mehr sorgen für Energieautonomie.
mehr zum Projekt Solar Decathlon Winner – Prototyp "Wohnen 2015"
Büro- und Verwaltungsgebäude
Der Landkreis Barnim erhält in seiner Kreisstadt Eberswalde ein neues Gebäude für die Kreisverwaltung und den Landrat. Das Gebäudeensemble wird nach seiner Fertigstellung eine im Krieg entstandene Lücke inmitten der historischen Altstadt von Eberswalde schließen und nutzt die Chance mit zukunftsweisendem Komfort und Energieeffizienz.
mehr zum Projekt Dienstleistungs- und Verwaltungszentrum Barnim
Büro- und Verwaltungsgebäude
Bei diesem Modellprojekt werden sehr hohe Anforderungen an die Energieeffizienz in ein offenes Wettbewerbsverfahren der öffentlichen Hand aufgenommen. Finanziert in „Public Private Partnership“ wird derzeit ein konsequent energieoptimiertes Gebäude für 300 Mitarbeiter errichtet.
mehr zum Projekt PPP-Modell für Neues Regionshaus Hannover
Gebäude mit spezieller Nutzung
Direkt neben der Schokoladenfabrik Ritter Sport befindet sich das vom Berliner Architekturbüro Max Dudler entworfene Museum Ritter. Das Gebäude nutzt die natürlichen Ressourcen Holz, Solarenergie und Geothermie in Kombination mit einer zukunftsweisenden Haustechnik. Die Anforderungen an das Raumklima sind in den Ausstellungsräumen sehr hoch.
mehr zum Projekt Energieeffizienz kommt ins Museum
Produktionsstätten, Gewerbebauten
Die Werkstätten für behinderte Menschen in Lindenberg bieten ein gutes Beispiel für die Berücksichtigung und konsequente Umsetzung energetischer Aspekte von Anfang an sowie zu vertretbaren Kosten. Dabei wurde aber nie das eigentliche Ziel aus den Augen verloren, nämlich die Räume auf die Ansprüche der Nutzer und ihre speziellen Bedürfnisse auszurichten.
mehr zum Projekt Werkstätten für behinderte Menschen
Kindergärten, Schulen
Die Gebhard-Müller-Schule ist eine kaufmännische Schule im Kreis-Berufsschulzentrum Biberach. Mit diesem Neubau erhielt die Schule ein eigenes Gebäude, das sich an den sehr ambitionierten Vorgaben des Bauherrn in Bezug auf Komfort, Flexibilität der Räumlichkeiten und Energieverbrauch orientiert.
mehr zum Projekt Berufsschule Biberach
Büro- und Verwaltungsgebäude
Mit 8.000 m² ist das "Energon" eines der größten, nach Passivhausstandard geplanten Bürogebäude. Das Gebäude setzt auf ein ausgeklügeltes Lüftungskonzept und wird mit regenerativ erzeugter Kälte und Wärme aus dem Erdreich und einer weitgehend auf Biomasse basierten Fernwärme versorgt.
mehr zum Projekt Passivbürogebäude Energon
Produktionsstätten, Gewerbebauten
Der Neubau von Produktion und Verwaltung eines der führenden deutschen Solarunternehmen setzt zu 100% auf erneuerbare Energien. Konsequent energiesparend geplant soll der gesamte, noch verbleibende Primärenergiebedarf durch eine Kombination der Energiequellen Sonne und Biomasse gedeckt werden.
mehr zum Projekt Nullemissionsfabrik Solvis
Büro- und Verwaltungsgebäude
Da bei dem "Balanced Office Building" die Planer auch Bauherr und Nutzer sind, konnte das Gebäude in allen Details und interdisziplinär optimiert werden. Von Anfang an war daran gedacht, das Konzept als 'Serienprodukt zu entwickeln. Dementsprechend sollte das Gebäude in Erstellung und Betrieb möglichst wirtschaftlich sein.
mehr zum Projekt Bürogebäude BOB – Balanced Office Building
Büro- und Verwaltungsgebäude
Ein Gebäude mit hochwertigen Arbeitsplätzen und zugleich ambitionierten Energiekennwerten war das Ziel der Planer des neuen Verwaltungsgebäudes der Firma Pollmeier. Die moderne Architektursprache hat sich bereits in der Auszeichnung mit dem Fassadenbaupreis im Jahr 2002 gelohnt.
mehr zum Projekt Verwaltungssitz Fa. Pollmeier
Sonstige öffentliche Gebäude
Produktionsstätten, Gewerbebauten
Diese Halle hebt sich wohltuend ab vom billigen Beton- und Stahl-Einerlei der meisten Industriehallen. Trotz sehr engem Kosten- und Planungszeitrahmen konnte eine architektonisch und energetisch ambitionierte Produktionshalle gebaut werden.
mehr zum Projekt Produktionshalle der Fa. Hübner